Willkommen beim Skate-Lexikon des 1. Aachener Skateboardclubs!
Hier findest du alles, was du für deinen Start auf dem Skateboard wissen
musst. Wir erklären dir die wichtigsten Basics, zeigen dir die
unterschiedlichen Obstacles und Tricks und erklären dir die Begriffe,
die dir beim Skaten immer wieder begegnen werden.
Spring dafür einfach zu dem Kapitel, das dich interessiert:
- Skaten beim 1. Aachener Skateboardverein e.V.
- Dein Skateboard!
- Richtig Fahren – leicht erklärt!
- **Skaten ist nicht gleich Skaten!**
- **Obstacles, Tricks und Co – leicht erklärt! **
1. Skaten beim 1. Aachener Skateboardclub e.V.
Öffnungszeiten
Montag & Mittwoch: 16–19 Uhr\
Samstag: 13–16 Uhr
Kostenlose Kurse
Mittwoch: 17–19 Uhr — Kids-Kurs\
Donnerstag: 17–19 Uhr — FLINTA* Skate
FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans und agender
Personen.*
Regeln im Park
Damit alle sicher und mit Spaß skaten können, gibt es ein paar Regeln:
- Minderjährige tragen beim Skaten immer einen Helm.
- Sticker, Graffiti und Tags gehören nicht auf die Skatefläche.
Graffiti und Tags sind nur nach Absprache auf vorgesehenen Flächen
erlaubt. - Achtet aufeinander und nehmt Rücksicht auf andere.
- Haltet den Park und die Umgebung sauber.
2. Dein Skateboard!
Ein Skateboard besteht aus verschiedenen Teilen. In der Zeichnung siehst
du, wie sie heißen und wofür sie da sind.
1. Das Deck\
Das Deck ist das eigentliche Brett deines Skateboards. Auf der Oberseite
klebt das Griptape, auf der Unterseite werden die Achsen befestigt. Die
meisten Skateboard-Decks bestehen aus sieben miteinander verleimten
Holzschichten.
Wichtig: Dein Deck sollte möglichst nicht nass werden. Feuchtigkeit
kann das Holz beschädigen.
2. Die Nose\
Die Nose ist das vordere Ende deines Skateboards. Bei vielen Decks ist
sie etwas länger oder anders geformt als das Tail.
3. Das Tail\
Das Tail ist das hintere Ende deines Skateboards. Bei vielen Decks ist
es etwas kürzer als die Nose.
4. Das Concave\
Als Concave bezeichnet man die Wölbung des Decks von einer Seite zur
anderen. Manche Decks haben ein stärkeres, andere ein flacheres Concave.
Das beeinflusst, wie sich das Board unter deinen Füßen anfühlt.
5. Das Griptape\
Das Griptape ist die raue Oberfläche auf deinem Deck. Es gibt deinen
Schuhen Halt und hilft dir dabei, das Board zu kontrollieren.
6. Die Achsen\
Die Achsen verbinden das Deck mit den Rollen und ermöglichen dir das
Lenken. Sie sollten von ihrer Breite zu deinem Deck passen.
7. Die Lenkgummis (Bushings)\
Die Lenkgummis sitzen in deinen Achsen und beeinflussen, wie leicht sich
dein Board lenken lässt. Unterschiedliche Härten und die Einstellung der
Achsen verändern das Fahrgefühl.
8. Die Kugellager\
In jeder Rolle sitzen zwei Kugellager. Sie sorgen dafür, dass sich die
Rollen möglichst leicht und gleichmäßig drehen.
Wichtig: Kugellager mögen kein Wasser — dadurch können sie rosten.
9. Die Rollen\
Die Rollen bringen dein Skateboard ins Rollen. Es gibt sie in
verschiedenen Größen und Härtegraden. Dadurch können sie sich beim
Fahren unterschiedlich anfühlen.
Dein erstes eigenes Skateboard
Wenn du dir ein Skateboard holen möchtest, hast du verschiedene
Möglichkeiten:
- Du kaufst ein gebrauchtes Skateboard.
<!-- -->
- Du kaufst ein Complete. Das ist ein bereits fertig
zusammengebautes Skateboard.
<!-- -->
- Du stellst dir dein Skateboard aus einzelnen Teilen selbst zusammen.
Es gibt nicht das eine perfekte Setup für alle. Wichtig ist, dass du
dich auf deinem Board wohlfühlst.
Du weißt noch nicht, was zu dir passt? Probier verschiedene Boards aus
und frag andere Skater*innen nach ihren Erfahrungen.
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3. Richtig fahren — leicht erklärt!
Dein Stance
Stance bedeutet, wie du beim Fahren auf deinem Skateboard stehst.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Regular: Dein linker Fuß steht vorne.
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Goofy: Dein rechter Fuß steht vorne.
Keine Variante ist besser als die andere. Entscheidend ist, welche sich
für dich natürlicher anfühlt.
Fahren — Pushen
Beim Pushen steht dein vorderer Fuß ungefähr über den vorderen Schrauben
und zeigt zunächst eher in Fahrtrichtung. Mit dem hinteren Fuß stößt du
dich vom Boden ab.
Wenn du genug Geschwindigkeit hast, stellst du den hinteren Fuß wieder
auf das Board und drehst auch den vorderen Fuß seitlicher.
Halte deine Knie beim Fahren leicht gebeugt. Dadurch kannst du
Bewegungen besser ausgleichen und dein Board leichter kontrollieren.
Lenken
Zum Lenken verlagerst du dein Gewicht entweder in Richtung deiner Zehen
oder deiner Fersen. Dadurch neigt sich dein Board und deine Achsen
lenken ein.
Bremsen
Eine einfache Möglichkeit zum Bremsen ist die Fußbremse.
Dein Gewicht bleibt dabei hauptsächlich auf deinem vorderen Bein. Setze
den hinteren Fuß vorsichtig auf den Boden und lasse ihn über den Boden
gleiten. Durch die Reibung wirst du langsamer.
Je mehr Druck du mit dem hinteren Fuß auf den Boden gibst, desto stärker
bremst du.
Sicher fahren
Trage beim Skaten feste und relativ flache Schuhe, in denen du einen
guten Halt hast.
Lerne außerdem, richtig zu fallen. Versuche bei einem Sturz nicht, dich
mit ausgestreckten Armen abzufangen.
Wenn es die Situation zulässt, verteile die Bewegung auf deinen Körper
oder rolle dich ab.
Unsere Trainer*innen und Helfer*innen können dir zeigen, wie du das
Fallen sicher übst.
4. Skaten ist nicht gleich Skaten!
Skateboarding kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche skaten am
liebsten Treppen und Rails, andere fühlen sich in einer Bowl wohl und
wieder andere machen ihre Tricks auf einer ebenen Fläche.
Hier lernst du verschiedene Arten des Skatens kennen:
Street\
Beim Street-Skaten werden Hindernisse genutzt, die aus dem Straßenbild
kommen oder ihnen nachempfunden sind — zum Beispiel Treppen, Geländer
und Bordsteinkanten.
Transition\
Transition bedeutet das Skaten auf gebogenen Rampen und Flächen, zum
Beispiel Quarters, Miniramps oder Bowls.
Bowl & Pool\
Hier wird in einer vertieften Fläche mit gebogenen Wänden gefahren.
Durch die Übergänge zwischen Boden und Wand kannst du Geschwindigkeit
aufbauen.
Vert\
Vert wird auf besonders großen Rampen (Halfpipe) gefahren, deren oberer
Bereich senkrecht wird.
Flat\
Flat bedeutet einfach: Skaten auf einer ebenen Fläche. Viele Tricks
werden hier gelernt und geübt.
Freestyle\
Beim Freestyle stehen kreative und technische Tricks im Mittelpunkt.
Viele davon werden auf einer ebenen Fläche ausgeführt.
5. Skate-Lexikon
Obstacles — die Hindernisse beim Skaten
In Skateparks und auf der Street findest du viele verschiedene
Obstacles. Das englische Wort bedeutet einfach „Hindernisse“.
Obstacles können zum Beispiel Rampen, Kanten, Stufen oder Rails sein. Du
kannst auf ihnen fahren, über sie springen oder sie für verschiedene
Tricks nutzen.
Quarter / Quarterpipe\
Eine gebogene Rampe, die nach oben immer steiler wird.
Bank\
Eine gerade schräge Fläche, die nach oben oder unten führt.
Kicker\
Eine meist kleinere schräge Rampe, über die du fahren oder springen
kannst.
Ledge\
Eine erhöhte Kante, auf der zum Beispiel Slides und Grinds gemacht
werden können.
Curb\
Eine niedrige Kante — ähnlich wie ein Bordstein.
Rail\
Eine Stange oder ein Geländer, auf dem Grinds und Slides gemacht werden
können.
Stairs\
Stufen oder Treppen. Die Anzahl der Stufen wird häufig mitgenannt: zum
Beispiel ein 2er- oder 5er-Set.
Manual Pad / Manny Pad\
Eine flache, leicht erhöhte Fläche, die besonders gut für Manuals
geeignet ist.
A-Frame\
Ein Hindernis mit einer Auffahrt auf der einen und einer Abfahrt auf der
anderen Seite.
Wall\
Eine Wand, die in verschiedene Tricks eingebaut werden kann.
Coping\
Eine Metallkante oder ein Metallrohr am oberen Rand einer Quarter,
Miniramp oder Bowl. Sie wird unter anderem für Grinds und Stalls
genutzt.
Hip
London Gap
China Bank
Table
Pyramid
Wobble
Kicker
Downledge
Channel
A-Frame
Trick-Variationen
Ein Trick muss nicht immer auf dieselbe Weise gemacht werden. Durch
unterschiedliche Fahrtrichtungen, Positionen oder Bewegungen entstehen
neue Varianten.
Fakie\
Du stehst in deinem normalen Stance auf dem Board, rollst aber in die
entgegengesetzte Richtung.
Switch\
Du fährst in dem Stance, der deinem normalen Stance entgegengesetzt ist.
Fährst du normalerweise Regular, ist dein Switch-Stance Goofy — und
umgekehrt.
Nollie\
Ähnlich wie ein Ollie, aber der Pop wird über die Nose statt über das
Tail erzeugt.
Frontside (FS)\
Beschreibt je nach Trick und Situation die Richtung, in die du dich
drehst oder wie du dich einem Obstacle
näherst.
Backside (BS)\
Das Gegenstück zu Frontside. Auch hier hängt die genaue Bedeutung davon
ab, welcher Trick gemacht wird.
Slide\
Bei einem Slide rutscht ein Teil deines Decks über ein Obstacle.
Grind\
Bei einem Grind rutschst du mit einer oder beiden Achsen über ein
Obstacle.
Pop\
Der schnelle Druck auf Nose oder Tail, durch den das Board vom Boden
abspringt.
Tricks
Zum Skateboarding gehören natürlich auch Tricks. Hier findest du einige
der wichtigsten Tricks und erfährst, wie sie aussehen.
Ollie\
Der grundlegende Sprung mit dem Skateboard. Du und dein Board verlassen
dabei gemeinsam den Boden.
Manual\
Du rollst nur auf den beiden hinteren Rollen, während die vorderen
Rollen in der Luft bleiben.
Nose Manual\
Wie ein Manual — nur auf den beiden vorderen Rollen.
50-50 Grind\
Du grindest mit beiden Achsen gleichzeitig auf einer Kante oder Rail.
5-0 Grind\
Du grindest nur mit der hinteren Achse, während die vordere Achse
angehoben ist.
Boardslide\
Die Mitte deines Decks rutscht über eine Rail oder Kante.
Kickflip\
Beim Kickflip dreht sich das Board einmal um seine Längsachse. Die
Drehung wird mit dem vorderen Fuß ausgelöst.
Heelflip\
Das Board dreht sich ebenfalls um seine Längsachse, allerdings in die
entgegengesetzte Richtung zum Kickflip. Die Bewegung wird mit der
Fersenseite des vorderen Fußes ausgelöst.
Kickturn\
Du hebst die vorderen Rollen leicht an und drehst dein Board auf den
hinteren Rollen in eine neue Richtung.
Revert\
Du drehst dich zusammen mit deinem Board auf dem Boden, meist um 180°.
Powerslide\
Du stellst das rollende Board quer zur Fahrtrichtung und lässt die
Rollen über den Boden rutschen. Damit kannst du unter anderem
Geschwindigkeit abbauen.
Drop-in\
Du startest vom oberen Rand einer Quarter, Miniramp oder Bowl und fährst
direkt in die Rampe hinein.
Smith
Feeble
Shuv it
Nollie
Super Spin
Stall
Halfcap
Varial Kickflip
No Comply
Darkslide
Rock to Fakie
Rock n‘ Roll
Nose
Tail
Boardslide
Grab
Blunt
Treflip
Hardflip
Die Skate-Sprache
Beim Skaten wirst du immer wieder Wörter hören, die du vielleicht noch
nicht kennst. Hier findest du einige der wichtigsten.
Pumpen\
Durch gezielte Bewegungen deines Körpers auf Rampen oder in einer Bowl
Geschwindigkeit aufbauen, ohne zu pushen.
Bailen\
Einen Trick oder Versuch kontrolliert abbrechen, bevor du ihn landest.
Eine Line fahren\
Mehrere Tricks oder Obstacles direkt miteinander verbinden und ohne
längere Unterbrechung weiterfahren.
Einen Trick landen / stehen\
Du hast den Trick geschafft und fährst danach kontrolliert weiter.
Einen Trick nicht stehen\
Du hast den Trick zwar versucht oder vielleicht sogar mit beiden Füßen
getroffen, konntest danach aber nicht kontrolliert weiterfahren.

